Florestal Santa Maria

 

Brasilien, Region Mato Grosso, Zentrum-West

 

REDD, Nachhaltige Waldbewirtschaftung

 

VCS und FSC

 
 

30 Jahre

 

71.714 Hektar 

 

ca. 1 Mio. t/Jahr

 
 

Florestal Santa Maria AG

 

Rainforest Alliance

 

Rainforest Alliance

 

Markit Environmental Registry

 

Das Projektgebiet befindet sich im Norden des Bundesstaates Mato Grosso auf dem Land der Fazenda Santa Maria. Es umfasst 71.713 Hektar und ist noch überwiegend von Primärwald bedeckt. Intakte tropische Regenwälder sind weltweit das Ökosystem mit der höchsten Artenvielfalt und eine der bedeutendsten CO2-Senken. Gerodete Flächen regenerieren sich erst in einigen hundert bis eintausend Jahren. Mit dem Florestal Santa Maria Projekt wird eine nachhaltige Mehrfachnutzung des Waldes angestrebt. Die selektive Holzentnahme wird möglichst schonend durchgeführt. Dabei bleiben Bäume und Unterholz der Einschlagschneise weitgehend erhalten. Zudem dient der Wald als Quelle für Nichtholzprodukte wie Früchte, ätherische Öle und Medizinpflanzen.

Ökologischer Nutzen

Die nachhaltige Bewirtschaftung wird im Florestal Santa Maria Projekt dadurch gewährleistet, dass die strengen sozialen und ökologischen Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) angewandt und durch unabhängige Wirtschaftsprüfer überwacht werden. Das Projekt leistet somit einen wertvollen Beitrag, der fortschreitenden Entwaldung in der Region entgegenzuwirken. Dabei werden der Atmosphäre jährlich etwa 997.000 Tonnen CO2 entzogen und in der oberirdischen Biomasse sowie den Böden gespeichert. Ein Abfalltrennsystem wurde von der Florestal Santa Maria AG eingeführt, das in naher Zukunft auch auf die Nachbargemeinden übertragen werden soll.

Sozialer und ökonomischer Nutzen

Für die umliegenden Kommunen bringt das Projekt zahlreiche Impulse. Weiterbildungsmaßnahmen schulen die Bewohner darin, wie tropischer Regenwald dauerhaft ökonomisch und ökologisch bewirtschaftet werden kann. Für Kinder und Jugendliche wurde eine technische Schule gebaut, in der u.a. Forstmanagement gelehrt wird. Öffentlichen Forschungseinrichtungen wurde der Zugang zum Projektgebiet und eine vereinfachte Interaktion untereinander ermöglicht. Überdies wurde in der nahe gelegenen Stadt Colniza ein Abfallentsorgungssystem etabliert. Nachhaltige Forstwirtschaft und umweltschonende Müllentsorgung und -wiederverwertung helfen durch vielfältige Handels- und Lieferbeziehungen, dass lokale Wirtschaftskreisläufe ausgebaut und gestärkt werden.

Logos: The Climate, Community and Biodiversity Alliance, Verified Carbon Standard
Das Florestal Santa Maria Project ist nach dem Verfied Carbon Standard (VCS) und dem Forest Stewarship Council Standard (FSC) zertifiziert.

Projektentwickler

Logo: Wildlife Works Carbon
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